Was versteht man unter einer Schwachstelle?
Eine Schwachstelle ist eine Unvollständigkeit oder ein Fehler in einer Software, einem Betriebssystem oder einem Prozess. Sie ermöglicht es Angreifenden, Zugriff auf sensible, schützenswerte Daten zu erlangen oder die Kontrolle über Systeme zu gewinnen und sich auf diese Weise – häufig unbemerkt – im Netzwerk zu bewegen. Schwachstellen können in Hardwarekomponenten, Software oder auch in der Softwarearchitektur liegen. Beispiele hierfür sind nicht gepatchte Hardwarekomponenten, nicht gepatchte Software, unzureichende Zugriffsrechte und schwache Passwörter. Der Trojaner Emotet zum Beispiel macht sich eine fehlerhafte Active Directory Architektur zu Nutze und kann hierdurch die komplette Windows Domäne kompromittieren.
Das Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen ist entscheidend, da jedes System und jedes Netzwerk zunächst einmal ein potenzielles Ziel für Angreifende darstellt. Durch die gezielte Identifizierung und Behebung von Schwachstellen wird das Risiko eines Angriffs minimiert und die Verfügbarkeit und Integrität sensibler Daten geschützt.
Das Schwachstellenmanagement inkludiert die Identifizierung, die Bewertung nach Kritikalität und die Priorisierung von Maßnahmen zur Behebung. Das Tracken des Fortschritts bei der Realisierung ist hierbei entscheidend.



